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Leistung

Landschaft & Transformation.

Gelände hat Potenzial, das weit über Sport und Freizeit hinausgeht. Landschaft & Transformation verbindet ökologische Aufwertung, landschaftliche Inwertsetzung und naturnah gestaltete Flächen zu einem ganzheitlichen Planungsansatz.

Landschaft und Transformation

Landschaftstransformation als gemeinsames Projekt

Nicht entweder Hochwasserschutz oder Naherholung, nicht entweder Landschaftsschutz oder Sportanlage, sondern Lösungen, die Bedürfnisse miteinander verbinden.

Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Der Klimawandel ist bereits Realität und verursacht massive Schäden an Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit.

Deutschland steht aufgrund seiner hohen Siedlungsdichte vor besonderen Herausforderungen bei der Landschaftstransformation. In Zukunft möchte ich dazu beitragen, die bisherige Konkurrenz um Flächen aufzulösen und stattdessen innovative Konzepte zu entwickeln, die verschiedene Nutzungsansprüche miteinander verbinden.

Die zentrale Frage lautet: Wie können sich unterschiedliche Flächennutzungen gegenseitig ermöglichen und sogar finanzieren? Ein Beispiel: Mountainbiken wird traditionell mit Eingriffen in den Wald assoziiert. Stellen wir uns vor, wir bringen stattdessen wieder Topographie in die durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung eingeebnete Landschaft und schaffen intelligent vernetzte Flächen. Dadurch entstehen Mountainbike-Trails neben Spazierwegen, Radwanderwegen und Flächen der Regenwasserrückhaltung.

In den Senken bilden sich Biotope, entlang der Trails pflanzen wir Baumreihen. So entstehen Orte, die Hochwasserschutz, Landschaftsschutz, Klimaanpassung und Freizeitnutzung gemeinsam denken.

Hochwasserschutz

Geländemodellierungen und Retentionsflächen reduzieren Risiken und schaffen multifunktionale Räume.

Landschaftsschutz

Renaturierte Flächen können als ökologische Ausgleichsmaßnahmen dienen und Lebensräume stärken.

Naherholung & Sport

Trails, Wege und Aufenthaltsbereiche werden so eingebunden, dass Natur und Nutzung zusammenpassen.

Ko-Kreation

Beteiligungsprozesse schaffen Akzeptanz und führen zu Lösungen, die von allen getragen werden.

Direkter Vergleich - Placely Modell

Ziehe den Regler, um zwischen zwei Entwicklungsständen der Quartiersplanung zu wechseln.

Placely Zukunftsbild
Placely Ausgangsmodell
Ausgangsmodell Transformiertes Quartier
Planungsworkshop und Ko-Kreation

Interdisziplinäre Planung als Grundlage

Meine langjährige berufliche Erfahrung in Planung, Bau, Gestaltung und Modellierung von Rollsportanlagen, Landschaftsbau in Kombination mit dem Bachelor of Engineering in Umwelt und Verfahrenstechnik, liefert die technische Basis für belastbare Transformationskonzepte. Zusätzlich habe ich im Masterstudium Transformation Design (MA.) meine gestalterischen Fähigkeiten sowie Methoden und Prozesse der Partizipation und Ko-Kreation vertieft.

So werden Projekte nicht nur technisch korrekt, sondern auch sozial anschlussfähig geplant: Ko-Kreation und die Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten sind keine Option, sondern Voraussetzung für den Erfolg.

  • Technische Expertise: Geländemodellierung, Entwässerung, Baupraxis und Flächenentwicklung
  • Ökologische Einbettung: Klimasensibilität, Ausgleichsflächen und Biodiversität von Anfang an
  • Soziale Tragfähigkeit: Beteiligung als integraler Bestandteil des Entwurfsprozesses
Partizipation und Ko-Kreation

Partizipation und Ko-Kreation

Ich biete Planungsworkshops für Pumptrack- und Dirtjumpanlagen an, bei denen die zukünftigen Nutzer aktiv in den Gestaltungsprozess eingebunden werden. Diese Workshops können in zwei Formaten stattfinden und bei Bedarf kombiniert werden.

  • Digitale Workshops via Videokonferenz: Positionierung von Streckenelementen in realen Landschaftsmodellen oder Drohnenscans, ortsunabhängig und effizient.
  • Hands-on-Workshops vor Ort: Arbeiten mit maßstabsgetreuen 3D-gedruckten Streckenelementen und Sprüngen als haptisches Planungserlebnis.
  • Sicheres Ergebnis: Beide Formate fördern Ko-Kreation und stimmen die entstehenden Anlagen optimal auf die Bedürfnisse der Nutzergruppe ab.
Placely Partizipationstool

Placely - Ein Partizipationstool für die Quartiersentwicklung

Im Rahmen des Transformationsprojekts im Wintersemester 23/24 entstand im Team mit Laura Kugel und Sophie Schaible das Tool „Placely" für das Klimaquartier Rechts der Wertach in Augsburg. Es verbindet digitale 3D-Planung mit analogen Elementen in Form von 3D-gedruckten Teilgebieten des Quartiers.

Die Nutzer wählen spielerisch Maßnahmen aus und platzieren Elemente im Modell: Autospuren werden zu Fahrrad- und Sharing-Infrastruktur, Flächen werden neu verteilt und Auswirkungen direkt sichtbar gemacht. Das Tool wurde in zwei Workshops erfolgreich mit Anwohnern getestet.

  • Ko-kreativer Ansatz: Aktive Beteiligung statt reiner Information
  • Greifbare Szenarien: Kombination aus digitaler und analoger Planung
  • Direkter Transfer: Workshop-Ergebnisse fließen in realitätsnahe Renderings ein
  • Projektteam: Laura Kugel, Sophie Schaible, Benedikt Durnberger
Case Study 01

Placely - Klimaquartier Rechts der Wertach, Augsburg

Partizipative Quartiersentwicklung durch die Kombination aus digitaler 3D-Planung und analoger Modellarbeit.

ProjektkontextMasterprojekt Wintersemester 23/24
Jahr2023 / 2024
LeistungsumfangPartizipationstool, Workshops, 3D-Planung, Visualisierung
ProjektteamLaura Kugel, Sophie Schaible, Benedikt Durnberger

Ausgangssituation & Zielsetzung

Wie kann Quartiersentwicklung so gestaltet werden, dass Anwohner nicht nur informiert, sondern aktiv beteiligt werden? Genau für diese Frage wurde „Placely" entwickelt: ein Planungswerkzeug, das komplexe räumliche Entscheidungen verständlich und verhandelbar macht.

Konzept & Workshopformat

Das Tool kombiniert digitale 3D-Modelle mit 3D-gedruckten Quartiersbausteinen. Teilnehmer platzieren Maßnahmen direkt auf dem Modell und testen Varianten in Echtzeit. So werden Zielkonflikte sichtbar und gemeinsam lösbar.

In zwei Workshops mit Anwohnern wurde das Verfahren praktisch erprobt und iterativ verbessert.

Ergebnis

Die Ergebnisse aus Workshops und Recherchen flossen in ein zukünftiges Leitbild für die Wertachstraße ein, das als realitätsnahes Rendering präsentiert wurde. Das Verfahren ist übertragbar und kann in beliebigen urbanen Räumen eingesetzt werden.

Die Verbindung aus digitaler und analoger Planung schafft einen direkten Zugang für Anwohner und Interessengruppen und stärkt die Qualität der Entscheidungsprozesse.
Placely Zukunftsbild
Placely Ausgangssituation
Spielfiguren Darstellung Zukunftsbild
Placely Zukunftsbild 1 Placely Zukunftsbild 2 Placely Zukunftsbild 3 Placely Planungsspiel

Nachhaltigkeit nach den 17 SDGs

Der Begriff „Nachhaltigkeit" dient leider viel zu oft nur als Worthülse für Greenwashing. Dabei ist der Begriff durch die 17 SDGs (Sustainable Development Goals, dt.: Nachhaltige Entwicklungsziele) sehr gut definiert.

Die SDGs sind durch die Agenda 2030 das politische Leitprinzip der Bundesregierung (Bundesregierung, 2021), sowie der Europäischen Union (Von der Leyen, 2024).

Die SDGs sind zwar primär ein politisches und sozioökonomisches Rahmenwerk und stellen keine vollständige wissenschaftliche Repräsentation des Erdsystems dar. Sie bieten aber eine vereinfachte und umfassende Sicht auf die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung im Kontext des Erdsystems. Aus ihnen kann also vereinfacht abgeleitet werden, wovon die Entwicklung der Zukunft abhängt.

Ich bin ein Verfechter des Vorrangprinzips der Nachhaltigkeit, wie es das „Stockholm Resilience Centre" durch den „SDGs wedding cake" abbildet (Stockholm Resilience Centre, 2016). Denn die Wirtschaft und Technologie (Ökonomie) haben keinen Eigenzweck. Sie haben für uns, die Gesellschaft (Soziologie), den Zweck, uns das Leben zu erleichtern und all das findet in der Biosphäre (Ökologie) statt. Die Ökologie ist die Welt in der wir leben, unser Fundament.

Quellen

  • Bundesregierung. (2021). Bericht über die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.
  • Stockholm Resilience Centre. (2016, 14. Juni). The SDGs wedding cake. stockholmresilience.org
  • Von der Leyen, U. (2024). Europe's Choice – Political Guidelines for the next European Commission 2024–2029.

Flächenpotenzial entwickeln. Gemeinsam gestalten.

Ob Brachfläche, ungenutztes Gelände oder aufwertungsbedürftiger Freiraum – eine Beschreibung Ihrer Fläche genügt für den ersten Schritt.

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